Grünes Zimmer

Status: Abgeschlossen
Beschrieb: Das Grüne Zimmer Agarn als Teil der Stiftung „Ischärs Agarn“ wird einen Sortengarten Gemüse, Kräuter, Sträucher, Beeren und Obst auf einer Fläche von insgesamt 12'000 m2 aufbauen. Der Sortengarten liefert durch die Landwirte, welche ihn bewirtschaften, die Rohstoffe für die Veranstaltungen (Events) und neue Nischenprodukte. Die Rohstoffe basieren auf alten Walliser Genressourcen, welche nachhaltig bewirtschaftet werden sollen. In den Veranstaltungsevents erfahren die Gäste durch interaktive Beteiligung mehr über die unterschiedlichen Verarbeitungsmethoden von Rohstoffen. Das Grüne Zimmer in Agarn bietet mit der vorhandenen Infrastruktur, den einzigartigen Rohstoffen, den Ausstellungen und dem vorhandenen Know-how ideale Ausgangsbedingungen, um ansprechende Events rund um die Landwirtschaft für Gäste und Einheimische gestalten zu können. Das Angebot wird ergänzt durch das Angebot „Spiis nahträgu“, das ebenfalls aus regionalen Produkten besteht. In Zusammenarbeit mit der Genossenschaft ValNature wird zusätzlich eine Solartrocknungsanlage für Aprikosen eingerichtet. Die Landwirte können ihre Produkte mit externen Experten weiter entwickeln oder neue Nischenprodukte kreieren. Zudem können sie diese direkt ohne Zwischenhandel selber veräussern. Dabei können sie und die Kunden vom einmaligen Gesamtkontext des Grünen Zimmers profitieren (Ausstellungen, Videos, Lehr-, Sortengärten, die ethnologische und soziale Komponente, Verarbeitungsmethoden vor Ort, Führungen, auf Wunsch interaktives Mitarbeiten des Kunden im Prozess vom Rohstoff zum Produkt und vieles mehr). Die Produkte der Landwirte werden also, zusammen mit Wissen, Emotionen und Erlebnisse verkauft. Darum müssen die Landwirte entsprechend ausgebildet werden. Altes Wissen im Bereich der Landwirtschaft wird durch die Lehrtätigkeiten in Form von Schulungen und Ausbildung erhalten.
Ziele/Termine:

Die Wertschöpfung aus den landwirtschaftlichen Produkten wird für die Landwirte der Region gesteigert (Mehrumsätze, Direktverkauf). Neue Nischenprodukte werden entwickelt.
Sensibilisierung des Kunden und der Landwirte für den Gesamtkontext „Landwirtschaft, Tra-dition/Geschichte, Tourismus“.
Traditionell angebaute Sorten können von Einheimischen und Gästen entdeckt und erlebt werden. Die genetische Vielfalt und das Wissen um den Anbau und die Verarbeitung alter Gemüse und Obstsorten bleiben weiterhin erhalten. Mit dem Erlebnisangebot erfolgt eine Wertschöpfung in der Region, bei dem die Kunden die Wertschätzung für regionale und handwerklich hergestellte Produkte aktiv erleben.

2013 sind die ersten 4'000 m2 Gemüse- und Obstsortengarten rund um das Grüne Zimmer Agarn mit je 1'000 m2 Verkehrsfläche, Gemüse, Kräuter, Sträucher, Beeren, Obst und Fruchtfolgeflächen bepflanzt und werden bearbeitet.
Entsprechend der Erfahrungen aus den ersten beiden Jahren Betrieb des ersten Stücks Sortengarten, werden 2013 die weiteren Flächen von zusätzlichen 8'000 m2 mit Gemüse und Obst bepflanzt und bearbeitet.
2013 erleben mehr als 1000 Gäste die ersten drei Veranstaltungsangebote des Grünen Zimmers. 2014 erleben 2500 Gäste 6 verschiedene Angebote des Grünen Zimmers aktiv mit. 2015 steigt die Gästezahl auf 3500 Gäste an, 8 verschiedene Angebote stehen ihnen dabei zur Auswahl. Auch im Jahr 2016 wird die Gästezahl auf 3500 Personen berechnet. Die 8 verschiedenen Events sind an die Kundenbedürfnisse angepasst und stehen als fixes Angebot zur Verfügung.
Die Wertschöpfung für die Landwirtschaft beträgt ab dem vierten Jahr ca. Fr. 260‘000/Jahr. Die Organisation und der Betrieb „Spiis nahträgu“ funktioniert. Die Anzahl der beteiligten Landwirte wird im Jahre 2013 auf acht und bis zum Jahre 2016 auf mindestens 20 definiert. Altes Wissen in Bereichen der Landwirtschaft wird erhalten. Über den Ausbildungsweg (Lehrgänge, Vorträge, wissenschaftliche Forschung) in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsschule in Visp wird ein Wissenstransfer statt finden. Pro Jahr werden mindestens zwei neue landwirtschaftliche Produkte in Zusammenarbeit mit Experten, dem Sortengarten und den Landwirten entwickelt (einzigartige Nischenprodukte).
Die zweite Bauetappe (Innenausbau und feste Betriebseinrichtungen) sind bis zum Jahresende 2013 durchgeführt. Die dritte (Nebengebäude) bis Ende 2014. Die erste Bauetappe wurde von der gemeinnützigen Stiftung ohne finanzielle Hilfe des Kantons oder des Bundes mit ca. Fr. 600‘000 bereits erstellt.

Produkte:

Traditionelle Herstellung von Sauerchabis, Gesalzenem/Wurst, getrockneten Aprikosen/Dörrfrüchten, Schnaps

Einmachen von Früchten/Gemüse, Sinneserlebnis mit Kräutern und ein Gourmet Raclette Erlebnis (mit Prämierung)